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Historisches

Historisches

Unser Restaurant -ein ehemaliger Kontrollpassierpunkt (KPP) der Deutschen VolkspolizeiBeginn des Sperrgebietes (5 km - Streifen)

Müller´s Landgasthaus „Grenzsnak“ befindet sich direkt an der B 247 zwischen, der einstigen DDR Kreisstadt Worbis und der Stadt Duderstadt in der BRD. Dort wo heute unser Gasthaus steht, befand sich der "Schlagbaum" der sogenannten „Sperrzone“ im „Grenzgebiet“ der ehemaligen DDR. Unseren Grenzsnak gibt es nun schon seit der Wiedervereinigung vor 20 Jahren. Angefangen haben wir als Imbiss, später waren wir Raststätte für LKW Fahrer und heute führen wir ein erfolgreiches Landgasthaus und einen Stellplatz für Reisemobile. Wir sind sehr froh darüber, dass wir alle Gäste, egal aus welchen Teilen Deutschlands oder der Welt, bei uns begrüßen können und hoffen, dass wir sie mit unserer sprichwörtlichen Eichsfelder Gastlichkeit begeistern können.Damit Sie sich die Situation der Einwohner und Besucher in der damaligen Sperrzone besser vorstellen können, hat uns die Bildungsstätte am Grenzlandmuseum freundlicherweise die einstige Polizeiverordnung der DDR zur Verfügung gestellt. Wenn Sie noch mehr über die Geschichte der ehemaligen Grenze und ihrer Anwohner erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen den Besuch im Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen, nur ca. 2 km von uns entfernt!

Mehr Infos finden Sie hier..

Mit der „Polizeiverordnung zur Errichtung einer besonderen Ordnung im Grenzgebiet“ wird 1952 das DDR-Gebiet 5 km vor der Grenze zur „Sperrzone“ erklärt. Die Personalpapiere der Bewohner werden gekennzeichnet, alle nicht im Sperrgebiet wohnenden DDR-Bewohner müssen zur Einreise einen Passierschein beantragen. Kann ein solcher Antrag nicht schlüssig begründet werden (z. B. Verwandtenbesuch oder Arbeit), wird der Antrag abgelehnt. Das heißt, für die im Land lebenden Menschen war die DDR ab jetzt de facto bereits hier zu Ende! Zur Durchsetzung dieser Regelung werden an allen Straßen, die in das Sperrgebiet führen, Kontrollpunkte eingerichtet, so auch hier in Ferna. Grenzpolizei bzw. Grenztruppen (ab 1961) kontrollieren hier die Passierscheine. Wer sich nicht mit einer Sondergenehmigung ausweisen kann, wird zurückgewiesen und in der Regel auch einer Befragung unterzogen. Im Grenzgebiet werden zusätzlich „Freiwillige Helfer“ der Grenzpolizei bzw. Grenztruppen zur Beobachtung und Kontrolle eingesetzt. Wer in Richtung Grenze mit dem Zug unterwegs ist, muss zudem mit Kontrollen durch die Transportpolizei rechnen. Feld- und Waldwege werden mit Barrieren gesperrt. Im Gelände ist die Sperrzone mit entsprechenden Warnschildern gekennzeichnet, später werden auch Wachtürme errichtet. Ein solcher gemauerter Turm ist von der Straße nach Teistungen aus links auf einer Anhöhe noch zu sehen. Mit der am 15. Juni 1972 beschlossenen neuen Grenzordnung wird die Sperrzone vielerorts den regionalen Erfordernissen angepasst und auf 3 km verringert. Ab Juni 1973, mit der Eröffnung des Grenzübergangs Duderstadt/Worbis, dürfen im Rahmen des „grenznahen Verkehrs“ auch Bundesbürger in die Sperrzone einreisen, was ihnen vorher generell nicht gestattet war. Nach der Volkskammerwahl vom 18. März 1990 wird die Sperrzone aufgehoben und der Kontrollpunkt aufgegeben. Auf dem Gelände entsteht zuerst ein Imbiss, der später zu einem Gasthof ausgebaut wird.

Infomaterial des Grenzlandmuseum Eichsfeld: